MindSummit 2014 in Köln!

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Die erste europäische Mentalisten-Convention, ich war dabei!


Die Veranstaltung fand vom 08. bis 10. Juni im Hotel Dorint in Köln statt. 3 Tage lang Mentalismus und Mentalmagie pur. Mentalisten aus 24 Ländern und 3 Kontinenten trafen sich um sich inspirieren zu lassen und um Geheimnisse, Erfahrungen und neue Techniken auszutauschen.

⇒ Tag 1 ⇐

Die Convention begann am Sonntag um 13:00 mit einer „Attendee Show“ die von Nicolai Friedrich (Deutschland) präsentiert wurde. Dort konnten anwesende Künstler ein neues Kunststück oder ein Experiment aus ihrem aktuellen Programm auf einer großen Bühne einem Fachpublikum (uns;-) vorstellen.

Um 15:00 Uhr begann das Seminar mit Dr. Knut Knackstedt, dem einzigen professionellen Mitternachtsmagier Deutschlands. Er zeigte unter anderem einen Effekt mit 5 Rosen und einer Heckenschere, der unter dem Gebiet der „Bizarren Mentalmagie“ einzuordnen ist.

Anschließend gab es eine interessante Podiumsdiskussion zum Thema „Creating Original Mentalism“. Nicolai Friedrich (Deutschland), Looch (England), Collin McLeod (Schottland), Richard Osterlind (USA) und Peter Turner (England) erklärten, wie sie ihre neuartigen Effekte kreieren und zur Vorführreife bringen.

Im sogenannten „Dealer’s Room“ war auch eine erlesene Gruppe von Fachhändlern vor Ort, der in den Pausen immer sehr gut besucht war. Dort wurden neuartige Ideen und Kunststücke vorgeführt und verkauft.

Nach dem Abendessen gab es noch ein Seminar von Peter Burnside (Finnland) zum Thema „Radio Mentalism“ (der einzige Mentalist mit Handmikrofon), und von Jan Forster (Deutschland) mit verschiedenen Kunststücken unter dem Titel „Best Regards“, bevor der spannende, aber auch sehr heiße 1. Tag auf der Convention (die Klimaanlage im Seminarraum des Hotels war ausgefallen) mit Pizza und einem Kölsch ausklang.

Delegation_Zauberfreunde

Delegation der Zauberfreunde von links nach rechts:
Ich, Wolfgang Kraus, Wolfgang Hofer und Lucca Lucian.

⇒ Tag 2 ⇐

Um 09:30 begann der zweite Tag mit Mathias Fischedick (Deutschland), einem Profi in Sachen Mentalismus im Fernsehen und wie man mit Prominenten arbeitet. Er war unter anderem an den „The next Uri Geller“ – Shows beteiligt. Ein spannender Einblick in diese Thematik.

Anschließend war die wirklich sehenswerte Lecture des Schotten „Collin McLeod – the forensic mind reader“. Er zeigte eine interessante Variante des „Tossed out Decks“ ohne das Deck wirklich ins Publikum zu werfen, und einige coole Effekte mit einfachen Gegenständen wie Zettel, Kuverts und Visitenkarten.

Collin_McLeod_Lecture

Lecture mit Collin McLeod

Das Nachmittagsprogramm eröffnete Florian Severin (Deutschland) mit einer Vorhersage die mit PC, Beamer und Leinwand enthüllt wurde. Nach einer Gedankenübertragung mit einer Glaskugel zeigte Florian noch einige konkrete Effekte, die er vor einigen Jahren für die Sendung Taff von Pro7 kreiert und aufgenommen hatte.

Die letzte Lecture an Tag 2 war ein ausgesprochenes Highlight. Eine lebende Legende des Mentalismus, Richard Osterlind aus Amerika, gab sich die Ehre. Er zeigte eine seiner Spezialitäten, das Löffel verbiegen. Danach folgte ein Kunststück mit seinem „Breakthrough Card System“ mit Riesenkarten. Nach einem Buchtest bekam ein Zuschauer einen Anruf am Handy. Da dieser nicht abhob, bat Richard den Herrn doch bitte zurückzurufen, während er etwas auf einem Zettel notierte. Der Angerufene sollte an eine 2-Stellige Zahl denken. Diese Zahl stand in großen Ziffern auf diesem vorher beschriebenen Zettel. Einfach unglaublich;-)

Am Abend war dann die Gala Show. Jan Forster, Florian Severin und Peter Turner zeigten Teile ihrer aktuellen Shows und begeisterten nicht nur die Convention Teilnehmer, sondern auch normales (nicht Convention Teilnehmer) Publikum. Wirklich sehenswert!

Jan_Forster_Gala

Jan Forster aus Deutschland bei seinem „Design Duplication Act“

Nach einem anstrengenden, aber lehrreichen Tag gönnten sich Wolfgang Hofer und ich noch ein 300g Filesteak in einem Argentinischen Restaurant in der extrem belebten Altstadt von Köln. Eines der wenigen Lokale mit ½ Liter Biergläser.

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Köln am Abend: Hafen mit Partyboot. Das nächste Mal fahren wir da mit;-)

⇒ Tag 3 ⇐

Eines meiner persönlichen Highlights war die Lectuere von Jan Becker (Deutschland), dem Gewinner der zweiten Staffel von der „The next Uri Geller“ – Show. Das Thema war Hypnose, dem Zuschauer körperliche Stärke durch mentale Suggestion verleihen und wie man ohne Geräte und Hilfsmittel alleine die Bühne füllt und große Bilder in den Köpfen des Publikums erzeugen kann. Anschließend bot Jan noch spontan an, eine „Master Class Lecture“ am Abend nach der Gala Show durchzuführen. Diese war leider sehr schnell ausgebucht.

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Jan Becker bei einer mentalen Suggestion

Dann präsentierte Looch aus England sein Seminar. Er zeigte eine sehr einfache, aber wirkungsvolle Routine mit 5 Kuverts bei dem 4 Zuschauer eins davon wählen konnten und Looch vorher schon wusste, welches Kuvert ihm überbleibt. Es folgten weitere Kunststücke mit Karten sowie 3 Gegenständen aus dem Publikum. Ein Effekt mit einem Münzwurf, der gedanklich genau zum vorgegeben Ziel führte, rundete die Lecture ab.

Zwischendurch muss ich noch erwähnen, dass viele der Künstler nicht von den Moderatoren der Veranstaltung angesagt wurden, sondern über die Video-Wall von den besten Mentalisten der Welt. Unter anderem waren das Kenton Knepper (USA), Marc Spelmann (England) und einer meiner persönlichen Vorbilder, Bob Cassidy – The Master Mind Reader (USA). Bis auf wenige Ausnahmen versprachen eigentlich alle, bei der nächsten Mind Summit Convention 2015 dabei zu sein. Klingt echt vielversprechend!

Am Nachmittag war wieder eine Podiumsdiskussion über das wichtige Thema „Ethics and Disclaimers“ angesetzt. Collin McLeod (Schottland), Manuel Horeth (Österreich), Jan Forster (Deutschland), Mathias Fischedick (Deutschland) und Peter Turner (England) standen Rede und Antwort. Dabei wurden die verschiedenen Herangehensweisen zu den Bereichen Magie, Mental Magie und Mentalismus diskutiert.

Im Anschluss erfreute uns Peter Turner, einer junger englischer Mentalist, dem es gelungen ist, sich in kürzester Zeit weltweit einen Namen in der Szene zu machen, mit seinem Input. Seine Readings wirken beim Zuseher so, als ob er echt Gedanken lesen kann. Er erklärte auch, dass es wichtig ist, auf die kleinen Dinge bei der Vorbereitung einer Show zu achten. Ein weiteres Highlight der Convention.

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Zauberfreunde Selfie mit Peter Turner ganz rechts

Einen fantastischen Abschluss der Convention war die abendliche Gala Show. Zuerst verblüffte Collin McLeod das Publikum mit seiner charmant-witzigen Art und seinen Gedanken-Illusionen. Danach zeigte der Altmeister, Mr. Richard Osterlind, nochmal sein Können. Sein letzter Act in der Show war seine bekannte „Question & Answer Routine“. Dabei schrieben über 20 Zuschauer Antworten auf Zetteln, die gesammelt und in Kuverts verschlossen wurden. Die Zuschauer sollten an die Fragen dazu denken und Richard empfing dann die Gedanken und beantwortete die Fragen auf spektakuläre Weise. Die „Standing Ovations“ am Schluss waren mehr als verdient.

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Der Großmeister Richard Osterlind on Stage

Ein großes Lob an die Veranstalter: Danny Archer aus Amerika und die beiden Deutschen von Paralabs, Thomas Heine und Rainer Mees. Ihr habt wirklich eine hervorragende Arbeit geleistet.

Als abschließendes Resümee muss ich sagen, dass diese Convention wirklich die Beste war, die ich besucht habe. War auch die Erste;-) aber sicher nicht die Letzte.

Mind Summit 2015 – I’ll be back

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